Nächtlicher Besuch

2 04 2009

Sarah war noch im Bad und ich lag schon im Bett, als es letzte Nacht gegen 1Uhr an unserer Tür klopfte. Ich hatte keine Lust aufzustehen. Und wer sollte um die Uhrzeit etwas anderes tun, als uns auf den Geist zu gehen?

Nach fünf Minuten klopfte es nochmal und wir entschieden uns die Tür zu öffnen.

„Do you have alcohol? We will pay anything! Please!“

Nachdem mir klar wurde, dass tatsächlich jemand durchs Wohnheim rennt und an allen Türen klopft um Alkohol zu kaufen, musste ich die Gute leider wegschicken. Wir hatten tatsächlich nichts. Es handelte sich um eine relativ kleine blonde Irin mit ihrem Autoschlüssel (was immer sie damit vor hatte) und ihrem Portmonnaie in der Hand.

Sie war etwas uneinsichtig, als ich ihr sagte, dass sie aufhören soll alle zu wecken. Aber sie war „soooo soooorry!“, da sie ja unbedingt für ihren Freund etwas besorgen müsse.

In Irland kann man nach 22Uhr keinen Alkohol mehr kaufen. Ich hatte kurz überlegt, ob man für die Zukunft nicht immer eine Palette Guinness da haben sollte. Eventuell könnten wir uns etwas dazu verdienen!

GD Star Rating
loading...



Fitness vs. Darkroom

12 02 2009

Welch ein Morgen! Freiwillig habe ich mich um 8:30Uhr aus dem Bett geschält, um in den Fitnessraum zu gehen. Abends war dort zu viel los, sodass ich nur ein Fahrrad benutzen konnte.

Der Fitnessraum ist recht klein. Es gibt zwei Crosstrainer, von denen einer kaputt ist, zwei Laufbänder und vier Räder. Ansonsten gibt es noch ein paar Geräte, um die Muskeln zu stählen.

An diesem Morgen traf ich zwei Mädels an, die in ihrem letzten Semester studieren: Charlotte aus Deutschland und Marianna aus Mexico. Sie haben mir erzählt, dass es wirklich schwer ist, am GCD Iren kennen zu lernen. Meistens sind sie unter sich, reden so, dass man sie nicht versteht und haben offensichtlich kein allzu großes Interesse an den internationalen Studenten – selbst wenn diese ihr ganzes Studium am GCD verbringen. Die Beiden versuchen jeden Morgen Sport zu machen, also werden wir uns wohl noch öfter begegnen. Ich freu mich drauf!

Als ich dann alleine im Fitnessraum war, konnte ich dann endlich an den Crosstrainer. Ich fürchte, dass ich in den letzten zwei Monaten, in denen keine Zeit für Sport war, ziemlich an Kondition verloren habe.

Zurück im Apartment, habe ich auf einmal einen Schlag gehört. Die Glühbirne im Flur hat sich aus der Fassung gelöst – oder wurde aus der Fassung gestoßen. Der Strom in Flur, Bad und Küche war weg. Geduscht habe ich dann mit Hilfe der Nachttischlampe, die mit Strom aus unserem Schlafzimmer versorgt wurde, und offener Tür. Ich hoffe, dass der Hausmeister uns die Sicherung wieder rein macht und wir heute Abend nicht im Dunkeln tappen.

GD Star Rating
loading...



Unser Apartment

27 01 2009

Ich habe heute morgen ein paar Bilder unseres Apartments gemacht. Es ist für vier Personen vorgesehen und hat zwei Doppelzimmer.

Das Bad ist etwas gewöhnungsbedürftig, sonst haben wir aber viel Platz.

Küche und Wohnzimmer sind in einem Raum. Der Fernseher kostet 150€ pro Jahr, da es auch in Irland eine GEZ gibt. Wir werden wohl darauf verzichten.

Unter meinem Bett ist genug Stauraum für Kleidung und auch der Kleiderschrank wird – sobald ich mir Kleiderbügel besorgt habe – noch einen guten Platz für Blusen und Hosen bieten.

GD Star Rating
loading...



Hello, Dublin

26 01 2009

Wie schön es sein kann, wenn man ins Bett geht ohne aufstehen zu müssen, durfte ich heute morgen erfahren. Gegen elf Uhr bin ich aus dem Bett gekrochen und wollte zum ersten Mal unser Duschklo testen. Leider haben wir den Boiler nicht eingestellt und es gab somit kein warmes Wasser. Macht nichts, duschen ist sowieso schlecht für die Haut.

Zum Frühstück gab es Cornflakes, Orangensaft und schwarzen Tee – also wie zu Hause. Sarah, meine nette Mitbewohnerin, hat aus einer Milchreisschüssel aus Plastik getrunken. Uns fehlt noch Geschirr und teilweise auch Besteck.

Gegen Mittag ging der Tag dann endlich los! Malte, ein ISMler auf Frankfurt, Sarah und ich sind mit dem Bus in die Innenstadt gefahren.

Dort haben wir Sarahs Fahrrad reparieren lassen, haben einen Aldi entdeckt und ich habe in einem Elektronikladen einen Adapter für die Steckdosen hier gekauft. Auf dem Rückweg waren wir alle schwer bepackt mit Haushaltsartikeln. Trotzdem bin ich mit Malte noch durch den Park „St Stephen’s Green“ und über das Gelände des „Trinity College“ geschlendert.

Eine heikle Angelegenheit hier ist der Linksverkehr. Beim Überqueren der Straße blickt man – wie im Kindergarten schon gelernt – zuerst nach links, dann nach rechts, dann nochmal links und dann geht man über die Straße. Wenn man hier nach links guckt, sieht man, dass kein Auto kommt, geht über die Straße und wird dann von rechts vom Auto überfahren. ;) An gezeichneten Fußgängerüberwegen (keine Zebrastreifen!) steht sogar, wohin man gucken muss. Nun, vor dem Bus konnten wir gerade noch zurückspringen. Die Autofahrer sind eigentlich sehr zuvorkommend. Trotzdem sollte man nicht einfach vors Auto rennen, nur weil man in die falsche Richtung sieht.

Zum Abendessen hat Sarah für uns beide Nudeln mit einer vegetarischen Sauße gekocht.  Sehr lecker!

Bis bald, Nina

GD Star Rating
loading...