Rückblick 2010 – zweite Jahreshälfte

31 12 2010

Während und auch nach meiner Bachelor-Thesis hat mich 2010 nicht gelangweilt.

Zwei große Events fanden 2010 statt: Die erste Fußball Weltmeisterschaft in Afrika und RUHR.2010 – das Ruhrgebiet als Kulturhauptstadt Europas. Die Weltmeisterschaft habe ich mit Spannung verfolgt und keine zwei Wochen nach ihrem Ende auch schon wieder vergessen. RUHR.2010 hingegen war für mich besonders interessant, weil ich mit allen Vorurteilen, die man gegenüber dem Ruhrgebiet haben kann, 2007 nach Dortmund gekommen bin. Mittlerweile mag ich es zwar hier, aber ohne RUHR.2010 wäre ich vermutlich nicht auf die kulturelle Vielfalt, die die Region bietet, aufmerksam geworden. Die Schachtzeichen und das Still-Leben-Ruhrschnellweg waren dabei die größten Events, an denen ich teilgenommen habe. 07-07_geresp_dscn3278_cropedit_web

Im September – als ich gerade in der Schlussphase meiner Bachelor-Thesis war – begann schon mein Masterstudium. Ich bin an der ISM geblieben und habe mich für Strategic Marketing Management entschieden. So konnte ich nämlich im Wintersemester anfangen (sonst hätte ich ein Jahr Pause machen müssen) und habe einen guten Masterplatz mit integriertem Auslandssemester bekommen. Wenn alles gut geht, komme ich übrigens im September 2011 mit Christoph nach Hawaii. Der Master nimmt viel Zeit in Anspruch, weil wir nur drei Klausuren geschrieben haben und der Rest in Gruppenarbeiten während des Semesters und mit zwei Hausarbeiten, die ich jetzt irgendwie schreiben muss, abgearbeitet wird. Trotzdem hatte ich viel Spaß mit meiner Mastergruppe – nicht selten auch in Anton’s Bierkönig.

Damit in der vorlesungsfreien Zeit keine Langweile aufkommt und wir unsere Praxiserfahrung erweitern, müssen wir drei Monate Praktikum machen. Mein Praktikum bei Cocomore scheint ein Glücksgriff gewesen zu sein. Ich habe mich fürs Team Social Media beworben und bin in einem netten Team gelandet, das mich permanent mit Aufgaben versorgt. Das Praktikum dauert noch bis Ende März 2011 – solange werde ich noch zuhause in Frankfurt bei meinen Eltern wohnen und dann geht es mit dem  zweiten Mastersemester in Dortmund weiter!

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr – wir sehen uns in 2011!

Bildquelle:
eigene Aufnahme vom 7.7.2010 – Deutschland gegen Spanien

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Rückblick 2010 – Erste Jahreshälfte

31 12 2010

Die Zeit verging wie im Flug. Gleich beginne ich mit den Vorbereitungen für Silvester und ich habe das Gefühl, dass es noch gar nicht so lange her ist, dass ich Soßen für Fondue zubereitet habe Und nein, nicht, weil es schon an Weihnachten Fondue gab! Jetzt erzähle ich erstmal von der ersten Jahreshälfte – der zweite Teil kommt heute gegen 17Uhr.

Das Jahr fing geruhsam an, weil ich drei Monate frei hatte, in denen ich ein paar Prüfungen hatte. Ich war das erste Mal in einem muslimischen Land im Urlaub – selbst wenn es nur eine Kreuzfahrt auf einem Touristenschiff war – die Nilfahrt war etwas Besonderes. Zeit für einen Skiurlaub hatte ich sogar auch noch gefunden. 2010-02-08_Nilkreuzfahrt 8. Februar 2010: Nilkreuzfahrt

Im März begann dann mein letztes Bachelor Semester an der ISM. Es war vergleichsweise entspannend. In der Zeit habe ich auch meinen Lieblingsblogpost von 2010 veröffentlich. Er heißt „Facebook als Herausforderer unserer Medieninkompetenz“ und handelt davon, wie schlecht wir mit dem (mittlerweile nicht mehr) neuen Medium umgehen können.

Im Juni begann das Finale meines Bachelor-Studiums: Die Thesis. Ehrlich gesagt begann ich zu dem Zeitpunkt zwar mit der Recherche, der eigentliche Inhalt entstand aber in einer wenig entspannten Schlussphase in den letzten vier Wochen. Das Thema lautet „Microblogging im Kontext soziologisch-orientierter Medienwirkungsforschung: Twitter und die Multi-Step-Flow Hypothese“. Trotz der ungünstig gewählten Arbeitslast, die auf drei Monate zu verteilen war, habe ich es geschafft und bin stolz auf mein Ergebnis – auch wenn ich zugeben muss, dass ich mit einer 1,3 nicht gerechnet hatte.

Bild:
eigene Aufnahme von der Nilkreuzfahrt im Februar 2010

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Ein neues Kapitel in Dortmund

23 09 2010

Nach drei Monaten Recherche und Geschreibe habe ich heute endlich meine Bachelor-Thesis abgegeben. Das Thema lautet „Microblogging im Kontext soziologisch orientierter Medienwirkungsforschung: Twitter und die Multi-Step-Flow Hypothese“. Ich habe also eine Kommunikationstheorie (geht um Meinungsführerschaft) versucht auf Twitter anzuwenden. Ob mein Ergebnis gefällt, werde ich in ein paar Monaten erfahren.

2010-09-23 Businessman climbing ladder to roofJetzt bin ich erst einmal unglaublich erleichtert und vor allem schon wieder unterwegs! Gerade sitze ich im ICE nach München. Morgen Vormittag muss ich noch ein wenig etwas fürs Studium tun – der Master in Strategic Marketing Management hat nämlich letzte Woche begonnen – und dann treffe ich hoffentlich Simon! Außerdem möchte ich mein schon vor Beginn der Thesis bestimmtes „Du-hast-die-Thesis-abgegeben-Geschenk“ kaufen. Eine Armbanduhr von Fossil mit pinkem Ziffernblatt soll es werden. Am Samstag geht’s dann mal wieder auf die Wiesn – das kann ich mir nicht entgehen lassen.

Der Master scheint übrigens echt gut zu werden. Meine neuen Kommilitonen sind super, wir müssen nur 4 Klausuren schreiben. Die anderen 9 Prüfungsleistungen sind dann Präsentationen oder Hausarbeiten – wenig Arbeit wird’s sicher nicht. Nächste Woche ist die offizielle „Semester Opening Party“ und ich freu mich schon, dass ich jetzt, wo ich meine Thesis abgegeben habe, endlich mitfeiern kann. :)

Bis bald, Nina

Bildquelle: GettyImages, Businessman climbing ladder to roof

Businessman climbing ladder to roof

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Volksfest auf der Autobahn: Das Still-Leben Ruhrschnellweg

18 07 2010

Heute fand wieder eines der größeren Events im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr2010 statt. Die A40 – die Schnellstraße mit dem höchsten Verkehrsaufkommen in Deutschland – wurde gesperrt und von 11 bis 17Uhr für Fußgänger, Radfahrer und Inlineskater freigegeben. Die A40 ist vor allem für die täglich stattfindenden Staus bekannt, weshalb sie auch Ruhrschleichweg genannt wird. Vermutlich kam man deshalb darauf, das Event „Still-Leben“ zu nennen.

2010-07-18_20_800x600 Es bestand die Möglichkeit, mit dem Fahrrad auf der Strecke Richtung Dortmund oder zu Fuß in Richtung Duisburg teilzunehmen. Eigentlich wollte ich mit dem Rad so weit fahren, bis die Hälfte der Öffnungszeit vorbei ist und dann wieder umkehren, aber als ich auf der DerWesten las, dass es schon Fahrradstaus gibt, habe ich mich umentschieden. Also nahm ich meine Kamera und ein wenig Proviant mit und ging zur nächsten Autobahnauffahrt: Kreuz Dortmund-West, Dortmund-Dorstfeld.

Das 2010-07-18_03_800x600 Wohngebiet war voller parkender Autos, die alle zum Still-Leben wollten und die Massen strömten zur Auffahrt, die ich sonst nehme, um in Richtung Bochum oder in Richtung Frankfurt zu fahren. Es schien so, als wäre es das Normalste auf der Welt, auf der Autobahn spazieren zu gehen. An den Schildern turnten Kinder, manche saßen auf der Leitplanke und es wurde mit Straßenkreide gemalt. Auf der linken Spur waren die Biertische aufgebaut. Im Radio hatte ich gehört, wie begehrt die Tische ja seien und dass man sich unbedingt einen reservierten sollte und den aber nur bekommt, wenn man einen interessanten Grund dafür hat. Irgendwie waren fast die Hälfte der Tische unbesetzt. An den Tischen, wo jemand tatsächlich aß und trank, herrschte gemütliche Volksfestatmosphäre.

Besonders gefallen haben mir die musikalischen Aufführungen von Chören und Bands. Mal waren es nur zwei Männer, von denen einer Gitarre spielte und der andere sang. Dann gab es aber auch Vereine, die regelmäßig übten wie zum Beispiel eine Blaskapelle oder ein richtig guter Chor. Es traten noch viele kleinere Künstlergruppen auf, 2010-07-18_11_800x600 die sich trotz der Hitze anstrengten.Für Kinder gab es viele Möglichkeiten zu basteln und auch Erwachsene hatten Gelegenheiten zu spielen.

Das Event war eine super Idee. Sicher lebte das Fest davon, dass es auf der Autobahn stattfand, doch selten erlebt man solche Vielfalt und Freude an einem Volksfest. Ich würde jederzeit wiederkommen.

Links:
Still-Leben Ruhrschnellweg
Wikipediaeintrag über die A40
Bildquelle:
eigene Fotos, noch mehr Bilder gibt es in meiner Bildergallerie in der Rubrik Ruhrgebiet



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Mein 4:0 in Essen

4 07 2010

Am Samstag haben mein Freund und ich beschlossen, das Fußballspiel gegen Argentinien am „Seaside Beach Baldeney“ anzusehen. Angekündigt waren die Liveübertragung und Auftritte der Atzen, der Discoboyz und einiger anderer Musiker. Das Wetter hat uns leider einen Strich durch die Rechnung gemacht – da kann man nichts machen – doch der Nachhall lässt mich schaudern.

Der Nachmittag fing richtig gut an. Es gab viel Auswahl bei den Getränken, Imbissbuden, Sonne, Sand und sogar Duschen zum Abkühlen. Die Stimmung war spitze und vor Beginn des Spiels traten die Atzen auf. Musikalisch gesehen sind die Atzen zwar keine Bereicherung, aber sie machen Spaß! atzen_DSCN3270_crop Bekannte Songs sind „Disco Pogo“ (YouTube: http://www.youtube.com/watch?v=F-NkI-W9PMQ) oder auch „Das geht ab“ (YouTube: http://www.youtube.com/watch?v=gsvvTX0bwPo). Die Menge tobte, hüpfte, sang mit und pünktlich um 16Uhr wurde zur Liveübertragung gewechselt. Das erste Tor in der dritten Minute wurde gebührend mit Bier- und Sandduschen gefeiert.

Doch kurz vor dem Pfiff zur Halbzeit kam ein Teammitglied des Veranstalters auf die Bühne und kündigte an, dass aufgrund einer Unwetterwarnung das Gelände geräumt werden müsse. Pfiffe und Buhen ertönten, obwohl der Regen uns ins Gesicht peitschte, es blitzte und die Blätter flogen. Keine Frage – jeder wäre da geblieben. Anbetracht dessen, dass der Sturm immer stärker wurde und es später in der Stadt Sperrungen gab, weil das Wasser nicht richtig ablief, war es vermutlich die richtige Entscheidung, das Gelände zu räumen. Doch was ist mit den 18€ Eintritt? Und mit den Wertmarken?

Als wir zur Wertmarkenausgabe kamen, um die Marken wieder in Bares umzutauschen, hieß es, dass die Kassen leer seien. Pech gehabt. Als wir uns erkundigten, wie wir nun an unser Geld kämen, sagte man uns, dass wir uns per E-Mail an den Seaside Beach wenden sollten und dann die Rückgabe geklärt würde. Heute steht auf der Website Folgendes:

An alle Sundance-Besucher: Zunächst möchten wir als Seaside darauf hinweisen, dass wir nicht der Veranstalter des Festivals waren, sondern lediglich das Gelände zur Verfügung gestellt haben und für die Gastronomie verantwortlich waren. In Absprache mit der Polizei, der Feuerwehr, des SMAG Magazins und uns als Seaside Beach musste gestern aufgrund des Unwetters das Gelände geräumt werden. Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, aber aus Gründen der Sicherheit konnte nicht anders gehandelt werden. Die Wertmarken können bis Dienstag umgetauscht werden. Eine spätere Erstattung ist ausgeschlossen. Am Mittwoch können die Wertmarken an der Gastronomie eingelöst werden. Auf den Bierpreis erhalten Sie einen Rabatt. Bitte wenden sie sich bzgl. des Eintritts an die SMAG. cash_77479920

Ich soll also mit meinen Wertmarken bis Dienstag nach Essen fahren, um die dämlichen Marken einzutauschen? 10€ kostet mich allein schon die Fahrt, ungeachtet der Tatsache, dass ich vielleicht weder Zeit noch Lust habe dafür aufzukommen, dass kein Bargeld in der Kasse ist, wenn bekannt ist, dass der Laden schließt. Nein, das ist kein Kundenservice, sondern eine Unverschämtheit! Wie unseriös der Seaside Beach mit seinen Besuchern umgeht, sieht man auf ihrer Facebook Page. Die Verantwortlichen löschen Beiträge und machen sich über Kommentare lustig. Gelungene Krisenkommunikation sieht anders aus. Ich gehe davon aus, dass sie rechtlich abgesichert sind, aber selbst wenn die Besucher nun auf ihrem Geld sitzen bleiben, ist das keine Art mit den enttäuschten Kunden umzugehen.

Nächstes Thema wäre dann der Eintrittspreis. 14€ kostete die Karte im Vorverkauf, 18€ an der Tageskasse. Natürlich kann niemand etwas fürs Wetter, aber eine Entschädigung erwarte ich schon, wenn über die Hälfte der Veranstaltung nicht stattfindet. Bisher hat man seitens SMAG noch nichts gehört. Aber ich würde mir wenigstens einen Gutschein über die Hälfte des Eintrittspreises wünschen, der gut und in einem sinnvollen Zeitrahmen eingesetzt werden kann.

Durch das Gewusel haben wir es dann mit dem Auto irgendwie geschafft, uns vom See in Richtung Innenstadt zu bewegen. Als das zweite Tor in der 68. Minute fiel, fuhren wir gerade an einer Eckkneipe vorbei, aus der man den Jubel hörte. Glücklicherweise gab es Parkplätze, da wir noch nicht ganz in der Innenstadt waren. Den Rest des Spiels haben wir dann dort verfolgt. Und hey, das Spiel war super. ;)


Bildquellen

Die Atzen – eigenes Bild
Close up of assorted Euro banknotes and coins – Getty Images
Es gibt so viele schöne Bilder vom Spiel, aber die Lizenz hat leider die FIFA und ich will ja keinen Streit. ;)

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