Video Production: der Anlauf

11 03 2009

Heute war ich auf der Suche nach einem Piercingstudio, das ich in meinen Film für das Fach „Video Production“ einbinden kann. In Video Production schreibt man keine Klausur sondern dreht eine 3-minütige Dokumentation über ein beliebiges Thema. Ich habe mich für Piercing entschieden und will hierfür einen Piercer interviewen und am besten auch filmen, wie ein Piercing gestochen wird.

Der erste Besuch führte mich ausgerechnet in ein Studio, das im hinteren Teil eines Sexshops sein Zimmerchen hatte. Es handelt sich im Übrigen um den Sexshop, der mir in der ersten Woche in Dublin schon aufgefallen war. Nachdem ich also brav meinen Ausweis vorgezeigt hatte, wurde ich wie eine Wilde angestarrt, als ich mein Anliegen vortrug. Es stellte sich dann herraus, dass der Vermieter Aufnahmen verbietet. Unabhängig davon, ob das stimmt oder nicht, war das Piercingstudio ein Drecksloch, in dem ich mich nie stechen lassen wollen würde. Es besteht aus einem Zimmer, in dem über dem Sitz (der dem beim Gynäkologen verdammt ähnlich sieht) ein Wildschweinkopf hängt. Ansonsten ist es recht unordentlich, was nicht gerade den Eindruck von Hygienestandards erweckt.

Als ich den Laden dann verlassen habe, sprach mich ein Mann an, der offensichtlich das Gespräch verfolgt hatte. Er wollte, dass ich eine Reportage über das Piercingstudio eines Freundes in Limerick mache. Dieser Freund geht außerdem privat gern auf Fetisch-Partys und ist bald in Dublin – vielleicht könnte ich ihn ja da interviewen.. äh, NEIN?! Meine E-Mailadresse habe ich ihm trotzdem gegeben. Falls Interesse seitens seines Freundes besteht, würde sich ja vielleicht doch etwas Nützliches für beide Seiten ergeben – denke ich mir so. Ich muss ja auf keine Fetisch-Party gehen.

Mehr Erfolg hatte ich dann in einem Piercingstudio in Temple Bar. Grundsätzlich wurde der Idee zugestimmt, vor allem nachdem ich versichert habe, dass es sich nicht um eine Kampagne gegen Piercings, sondern um eine Doku handele. Morgen Mittag erhalte ich dann hoffentlich eine postive Rückmeldung, nachdem der Chef gefragt wurde. Ich bin gespannt!

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Odysee zum Hafen

16 02 2009

Letzte Woche habe ich versucht den Hafen zu finden. Ich war ca 2km vom Hafen entfernt, um meine PPS-Number zu beantragen.

PPS bedeutet „Personal Public Service“ und ist das Äquivalent zur Sozialversicherungsnummer. Sie wird am GCD für die Wertung der Prüfungen benötigt und falls ich mir ein Konto einrichte ebenfalls.

Ich war mit meinem Fahrrad unterwegs und bin so munter die Straße lang gefahren, die zum Hafen führen sollte. Es war aufregend, ständig von Autos überholt zu werden. So richtig hatte ich mich noch nicht an den Linksverkehr gewöhnt und überhaupt daran, in einer Großstadt Fahrrad zu fahren.

Nach ca. 15 Minuten bin ich in einem Industriegebiet gelandet. Ich hatte gehofft, irgendwann am Ufer zu stehen, aber leider endete meine kleine Tour vor dem Tor eines Bitumenherstellers. Sportlich gesehen, war der Tag sehr erfolgreich.. mir haben schon fast die Beine weh getan.

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Hello, Dublin

26 01 2009

Wie schön es sein kann, wenn man ins Bett geht ohne aufstehen zu müssen, durfte ich heute morgen erfahren. Gegen elf Uhr bin ich aus dem Bett gekrochen und wollte zum ersten Mal unser Duschklo testen. Leider haben wir den Boiler nicht eingestellt und es gab somit kein warmes Wasser. Macht nichts, duschen ist sowieso schlecht für die Haut.

Zum Frühstück gab es Cornflakes, Orangensaft und schwarzen Tee – also wie zu Hause. Sarah, meine nette Mitbewohnerin, hat aus einer Milchreisschüssel aus Plastik getrunken. Uns fehlt noch Geschirr und teilweise auch Besteck.

Gegen Mittag ging der Tag dann endlich los! Malte, ein ISMler auf Frankfurt, Sarah und ich sind mit dem Bus in die Innenstadt gefahren.

Dort haben wir Sarahs Fahrrad reparieren lassen, haben einen Aldi entdeckt und ich habe in einem Elektronikladen einen Adapter für die Steckdosen hier gekauft. Auf dem Rückweg waren wir alle schwer bepackt mit Haushaltsartikeln. Trotzdem bin ich mit Malte noch durch den Park „St Stephen’s Green“ und über das Gelände des „Trinity College“ geschlendert.

Eine heikle Angelegenheit hier ist der Linksverkehr. Beim Überqueren der Straße blickt man – wie im Kindergarten schon gelernt – zuerst nach links, dann nach rechts, dann nochmal links und dann geht man über die Straße. Wenn man hier nach links guckt, sieht man, dass kein Auto kommt, geht über die Straße und wird dann von rechts vom Auto überfahren. ;) An gezeichneten Fußgängerüberwegen (keine Zebrastreifen!) steht sogar, wohin man gucken muss. Nun, vor dem Bus konnten wir gerade noch zurückspringen. Die Autofahrer sind eigentlich sehr zuvorkommend. Trotzdem sollte man nicht einfach vors Auto rennen, nur weil man in die falsche Richtung sieht.

Zum Abendessen hat Sarah für uns beide Nudeln mit einer vegetarischen Sauße gekocht.  Sehr lecker!

Bis bald, Nina

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