Die ersten Wochen an der Hawai’i Pacific University

29 09 2011

Für den ein oder anderen Bekannten aus Deutschland haben die Worte „Hawai’i“ und „University“ wie ein Widerspruch geklungen. In Honolulu gibt es mehrere Universitäten und auch auf den anderen Inseln kann man sich weiterbilden. Entgegen der verbreiteten Vorstellung von Hawai’i wird hier nicht den ganzen Tag Hula getanzt und aus Kokosnüssen getrunken. Die Menschen führen ganz normale Leben. Und es kommt noch schlimmer: man muss tatsächlich arbeiten!

Drei Kurse à 3 Credits dürfen wir an der HPU belegen – das klingt zunächst nach nicht so viel Arbeit. Taktisch klug haben wir die Kurse gewählt, die von Dienstag bis Donnerstag stattfinden. Natürlich Abends (17:15Uhr-20:10Uhr), damit man noch etwas vom Tag hat und zudem ein langes Wochenende frei hat, um auch mal die anderen Inseln besuchen zu können. Ich hatte schon eine dunkle Vorahnung, als mein Studiengangsleiter in Dortmund sagte, dass wir nicht so viel Zeit haben würden, um am Strand zu liegen. In der Tat bekommen wir jede Woche Hausaufgaben auf, die pro Fach, je nachdem, wie viel Mühe man sich gibt und wie viel man auf bekommt, ein bis fünf Stunden pro Woche in Anspruch nehmen.

Eingang Meader Library HPU Downtown CampusDer Campus ist in Downtown, wo sich das Geschäftsleben von Honolulu abspielt. Mit dem Bus fahren wir von Waikiki ca. eine halbe Stunde, allerdings kann das zur Rushhour schonmal knapp eine Stunde sein. Deshalb fahre ich immer früher hin und mache in der Bibliothek meine Hausaufgaben. Zum einen habe ich dort einen richtigen Tisch mit höhenverstellbarem Stuhl und eine schnelle Internetverbindung. Auf dem Foto seht ihr den Eingang der „Meader Library“.

Dienstags haben wir „Strategic Brand Management“. Wir mussten ein Buch kaufen, dass im Bookstore 127$ gekostet hat. Soetwas würde einem in Deutschland nicht passieren. Aber das Buch ist wirklich gut! Wir müssen pro Woche ca. 30 Seiten lesen und dann passend zum Kapitel ein Opinion Paper (1 Seite) schreiben. Zudem arbeiten wir an unserem „Brand Project“ (2 Seiten). Wir haben uns eine Produktkategorie ausgewählt, in der wir dann nach und nach unsere Marke mit Kommunikationsstrategie entwickeln. Ich habe mich für kohlensäurehaltige und nicht-kohlensäurehaltige Säfte entschieden. Mir schwebt Apfelschorle vor, weil es soetwas hier nicht gibt, aber vielleicht entwickelt sich die Idee auch noch anders.

Mittwochs ist dann „Marketing Promotion Management“ dran. Hier geht es irgendwie um alles Mögliche. Es begann recht strukturiert mit einer Einführung, was wir uns unter dem Fach vorzustellen haben. Letzte Woche musste ich dann eine Präsentation über Maslow halten und jetzt habe ich das Gefühl, dass es ein langer Weg bis zur Promotion wird. Die Dozentin ist von ihrer Persönlichkeit her aber sehr beeindruckend. Bisher hatte ich eher junge Dozenten, aber diese Dame ist schon über 60 und hat eine lange Karriere im Marketing des Gesundheitswesens hinter sich.

Den krönenden Abschluss macht „Convergence Communications“ – mein Lieblingsfach: sowohl thematisch als auch vom Dozenten her. Hier brauchen wir kein Buch, das uns ein Vermögen kostet, sondern nur unseren Class Blog und die Facebook-Seite. Hier postet unser Dozent regelmäßig Artikel, die wir lesen müssen. Außerdem ist es unsere Hausaufgabe, pro Woche einen Blogartikel zu einem vorgegebenen Thema zu schreiben und einen interessanten Link auf die Facebook-Seite zu posten. Für das Fach habe ich mir also zusätzlich einen kleinen Blog bei tumblr eingerichtet. Dort habe ich bereits über meine Kommunikationsstile und über den Facebook Newsfeed geschrieben.

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