Der vermutlich kürzeste Friseurbesuch meines Lebens

18 10 2011

Spontan entschieden Christoph und ich nach dem Lernen zum Friseur zu gehen. Seine Haaren waren schon länger zur lang und ich wollte auch mal wieder nach etwas aussehen. Unsere Wahl fiel auf Supercuts, einen günstigen Friseur neben Walmart, der uns aber mehrfach empfohlen wurde. 15 Minuten saß ich auf dem Sessel – ein neuer Rekord!

Wir wurden auf eine Warteliste gesetzt und kamen nach einer halben Stunde dran. Der Einstieg war etwas mühsam, da ich erklären musste, wie ich meine Frisur haben möchte. Offensichtlich hat man hier keine „Stairs“, sondern „Layer“ im Schnitt. Entgegen dem, was ich gewohnt bin, wurden meine Haare nur besprüht und nicht komplett nass gelassen. In Deutschland wird mir immer versichert, dass die nötig sei – genau wie Shampoo, Conditioner und Haarkur, die mir bei der Gelegenheit immer unter geschoben werden. Ohne große Diskussionen legte mein Friseur los. Besonders kreativ wollte er wohl nicht mehr sein, da er einfach nur anfing los zuschnippeln. Aber er sah auch schon sehr müde aus. Ein großer Unterschied zu Deutschland ist auch, dass man sich nicht unterhält. Keine aufgezwungenen, peinliche Gespräche über Nichtigkeiten. Das ist normaler Weise in meinem Sinne, aber in den USA hatte ich wirklich mit Anderem gerechnet, da man sich hier sonst eigentlich mit Jedem über alles Mögliche unterhält.

supercuts Als der Friseur sein Werk beendet hatte, hat ich kein Stylingprodukt im Haar und er hat sich auch sonst keine besondere Mühe gegeben, dass es irgendwie fancy aussieht. Seltsam. Jeder Versuch, ein bisschen Umsatz zu machen, wurde unterlassen. Ich habe sogar versucht, Haarschaum zu kaufen. Nichts! Am Ende zahlte ich 18$ plus Trinkgeld für den Haarschnitt. So richtig begeistert bin ich zwar nicht, aber das ist vermutlich auch von der Effizienz und Kälte des Friseursalons beeinflusst.

Der Friseurbesuch unterschied sich von allem, was ich bisher in Deutschland erlebt habe. Das Erlebnis bleibt aus, aber die Haare sind geschnitten. Nun ja, nach Weihnachten kann ich mich dann ja wieder verwöhnen lassen und mit einem guten Gefühl nach Hause gehen.

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2 Antworten zu “Der vermutlich kürzeste Friseurbesuch meines Lebens”

18 10 2011
Ines (12:45:13) :

Hey Nina, coole Story ;)
Bin grad zufällig über deinen Blog gestolpert.
So ähnlich hab ich das auch mal in New York erlebt…deshalb musste ich schmunzeln.
Die „Friseure“ sind da teilweise wirklich schmerzfrei, hehe

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27 10 2011
Papa (18:51:44) :

Hallo Nina, dieser schöne Artikel enthält leider zu viele Rechtschreibfehler. Darauf achtest du doch. Zuviel Hula Hula? Alles Gute, Papa

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