Nächtlicher Besuch

2 04 2009

Sarah war noch im Bad und ich lag schon im Bett, als es letzte Nacht gegen 1Uhr an unserer Tür klopfte. Ich hatte keine Lust aufzustehen. Und wer sollte um die Uhrzeit etwas anderes tun, als uns auf den Geist zu gehen?

Nach fünf Minuten klopfte es nochmal und wir entschieden uns die Tür zu öffnen.

„Do you have alcohol? We will pay anything! Please!“

Nachdem mir klar wurde, dass tatsächlich jemand durchs Wohnheim rennt und an allen Türen klopft um Alkohol zu kaufen, musste ich die Gute leider wegschicken. Wir hatten tatsächlich nichts. Es handelte sich um eine relativ kleine blonde Irin mit ihrem Autoschlüssel (was immer sie damit vor hatte) und ihrem Portmonnaie in der Hand.

Sie war etwas uneinsichtig, als ich ihr sagte, dass sie aufhören soll alle zu wecken. Aber sie war „soooo soooorry!“, da sie ja unbedingt für ihren Freund etwas besorgen müsse.

In Irland kann man nach 22Uhr keinen Alkohol mehr kaufen. Ich hatte kurz überlegt, ob man für die Zukunft nicht immer eine Palette Guinness da haben sollte. Eventuell könnten wir uns etwas dazu verdienen!

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Resumé der ersten Woche

3 02 2009

w1_01-27-dscn0319 Seit Sonntag bin ich nun eine Woche in Dublin!

Ich habe mir zwar noch keine klassischen Sehenswürdigkeiten angesehen, war dafür aber jeden Tag in der Stadt und abends drei Mal weg.

An der Stadt gefallen mir besonders die kleinen Straßen. Besonderen Charme bekommt sie durch die schönen Fassaden, hauptsächlich werden Backsteine verwendet.

Kaufhäuser gibt es hier zwar einige, Elektronikmärkte wie Saturn sucht man aber vergeblich. In den kleinen Läden wie „Peats Electronics“ ist es aber trotzdem nicht teurer als bei uns. Was hier wirklich teuer ist, sind die Lebensmittel. Am günstigsten sind Aldi und Lidl, die Qualität ist aber nur vereinzelt befriedigend – also genau wie bei uns zu Hause. Allerdings sind die Artikel dort genauso teuer wie bei uns in einem Supermart wie Rewe. Die bessere Wahl ist eindeutig Tesco, allerdings habe ich den bis jetzt nur in der Innenstadt entdeckt. Nachdem man den ersten Schock überwunden hat, traut man sich dann aber doch einzukaufen, schließlich muss man ja essen. w1_01-28-dscn0323

Links seht ihr das Schaufenster eines „adult shops“. Ich habe hier schon einige Sexshops entdeckt, im Gegensatz zu Deutschland sind aber keine Artikel ausgestellt.

Meine Vermutung ist, dass die Iren sich mehr um das Allgemeinwohl sorgen oder viele schlechte Erfahrungen gemacht haben. Zigaretten kosten ca. 8€ pro Packung – Rauchverbot herrscht in jedem öffentlichen Gebäude. Das bedeutet, dass Clubs teilweise „Raucherterassen“ eingerichtet haben und sonst vor der Tür gequalmt wird. Alkohol kann man nach 22Uhr in keinem Geschäft mehr kaufen und wenn ein Laden überhaupt welchen anbieten möchte. Die meisten Pubs schließen um 24Uhr, weil sie sonst eine teurere Lizenz kaufen müssten – auch wegen des Alkohols. Somit ist es üblich erst in den Pub zu gehen und danach zwangsweise in den Club, falls man nicht sowieso nach Hause wollte. Mir gefällt das aber eigentlich ganz gut, da ich weder rauche noch es aushalten würde bis 3Uhr nachts zu trinken. ;) w1_dscn0338

Mein Leben passt also ganz gut zu Irland. Vorallem, dass ich nicht gerne darauf achte, welcher Wochentag ist, da es sowieso keine Rolle spielt, wenn man ständig etwas zu tun hat. Die meisten Geschäfte hier haben nämlich auch Sonntags geöffnet!

Die Kurse haben zwar erst am Montag begonnen, aber mit Paul vom International Office hatte ich schon viel zu tun. Er kümmert sich persönlich um jeden Austauschstudenten und scheint nie zu schlafen. Am Mittwoch war er bereits um 5Uhr morgens am College und ist dann noch Abends mit uns in den Pub gegangen. Donnerstag und Freitag war er auch mit der von der Partie – das ist Einsatz! w1_dscn0330

Guinness war mir zu Beginn noch etwas zu schaumig, weshalb ich mich erstmal Bulmer’s (Cider) zugewendet habe. Am Mittwoch habe ich mich mit einem irischen Pärchen unterhalten, als dann der Kerl auf einmal mit Getränken für uns kam. Daraufhin „musste“ ich dann natürlich nächste Runde holen. Eigentlich hatte ich davor schon genug.. aber ich wollte nicht unhöflich sein. Nun, irgendwie habe ich dann doch noch den Weg nach Hause gefunden.

Nach den vielen Partys habe ich mich dann doch auf die Vorlesungen gefreut. Wie es mir da ergeht, erfahrt ihr natürlich auch hier!

Bild 3: im Stadtteil „Temple Bar“
Bild 4: Bank Of Ireland

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