Und auf einmal bin ich wieder in Deutschland.

28 05 2009

Ohne Hendriks Hilfe hätte ich mein Gepäck von 48kg wohl kaum zum Flughafen bringen können. Dass ich tatsächlich so viel Gepäck hätte und nicht wie angemeldet, bezahlt und eigentlich auch erwartet 26kg, stellte sich beim Check-In heraus. Das Flugzeug Glücklicher Weise hat der Automat – aufgrund eines seit Wochen bekannten Defekts – kein Geld haben wollen. Eigentlich hätte ich sogar Inhalt wegschmeissen müssen, da man insgesamt nur 32kg haben darf (wobei  12kg dann mit 9€/kg zu Buche geschlagen hätten). Das war schon fast ein Grund zum Feiern!

Eigentlich war ich wirklich traurig, Irland zu verlassen. Dies dürfte allerdings schon in meinen letzten beiden Einträgen deutlich genug geworden sein. Dieses Gefühl verstärkte sich dann, als ich mit vielen anderen Deutschen am Gate saß und ihre typischen deutschen Gewohnheiten erleben durfte. Ich mag Deutschland – wirklich! Aber muss man sich sobald theoretisch das Boarding beginnen würde sofort anstellen? Warteschlange am Gate Außerdem könnte man auch mal nett sein, anstatt nur böse in die Gegend zu blicken. Aber vielleicht lag es auch nur daran, dass der Himmel weinte.. wie so oft in Irland.. nur für mich zum Abschied!

Irgendwann war ich dann im Flugzeug, meine Nachbarn zeigten nicht ansatzweise den Hauch von Freundlichkeit. War dann aber auch egal, da ich genug damit beschäftigt war über meinen Wechsel zurück nach Deutschland nachzudenken.

Am Flughafen wurde ich von Mama und Simon abgeholt. Ich konnte gar nicht fassen, dass sie jetzt auf einmal wieder da sind und habe mich aber trotzdem sehr gefreut. Zu Hause waren dann auch Mona, Oma, die Katzen, mein frisch geputztes Auto und später endlich auch Papa da! Nach einem köstlichen Abendessen gab es dann Guinness und Bulmers.

Für die nächsten Tage – bis ich nach Paris muss – habe ich noch Einiges zu erledigen. Ich bin noch gar nicht richtig angekommen und muss eigentlich schon wieder los. Das ist bis jetzt ein sehr komisches Gefühl.

Bild oben: Mein Flugzeug. Der Himmel weint.
Bild unten: Die Deutschen können es kaum erwarten einzusteigen. Marsch, marsch! Ich warte derweil.

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Resumé der ersten Woche

3 02 2009

w1_01-27-dscn0319 Seit Sonntag bin ich nun eine Woche in Dublin!

Ich habe mir zwar noch keine klassischen Sehenswürdigkeiten angesehen, war dafür aber jeden Tag in der Stadt und abends drei Mal weg.

An der Stadt gefallen mir besonders die kleinen Straßen. Besonderen Charme bekommt sie durch die schönen Fassaden, hauptsächlich werden Backsteine verwendet.

Kaufhäuser gibt es hier zwar einige, Elektronikmärkte wie Saturn sucht man aber vergeblich. In den kleinen Läden wie „Peats Electronics“ ist es aber trotzdem nicht teurer als bei uns. Was hier wirklich teuer ist, sind die Lebensmittel. Am günstigsten sind Aldi und Lidl, die Qualität ist aber nur vereinzelt befriedigend – also genau wie bei uns zu Hause. Allerdings sind die Artikel dort genauso teuer wie bei uns in einem Supermart wie Rewe. Die bessere Wahl ist eindeutig Tesco, allerdings habe ich den bis jetzt nur in der Innenstadt entdeckt. Nachdem man den ersten Schock überwunden hat, traut man sich dann aber doch einzukaufen, schließlich muss man ja essen. w1_01-28-dscn0323

Links seht ihr das Schaufenster eines „adult shops“. Ich habe hier schon einige Sexshops entdeckt, im Gegensatz zu Deutschland sind aber keine Artikel ausgestellt.

Meine Vermutung ist, dass die Iren sich mehr um das Allgemeinwohl sorgen oder viele schlechte Erfahrungen gemacht haben. Zigaretten kosten ca. 8€ pro Packung – Rauchverbot herrscht in jedem öffentlichen Gebäude. Das bedeutet, dass Clubs teilweise „Raucherterassen“ eingerichtet haben und sonst vor der Tür gequalmt wird. Alkohol kann man nach 22Uhr in keinem Geschäft mehr kaufen und wenn ein Laden überhaupt welchen anbieten möchte. Die meisten Pubs schließen um 24Uhr, weil sie sonst eine teurere Lizenz kaufen müssten – auch wegen des Alkohols. Somit ist es üblich erst in den Pub zu gehen und danach zwangsweise in den Club, falls man nicht sowieso nach Hause wollte. Mir gefällt das aber eigentlich ganz gut, da ich weder rauche noch es aushalten würde bis 3Uhr nachts zu trinken. ;) w1_dscn0338

Mein Leben passt also ganz gut zu Irland. Vorallem, dass ich nicht gerne darauf achte, welcher Wochentag ist, da es sowieso keine Rolle spielt, wenn man ständig etwas zu tun hat. Die meisten Geschäfte hier haben nämlich auch Sonntags geöffnet!

Die Kurse haben zwar erst am Montag begonnen, aber mit Paul vom International Office hatte ich schon viel zu tun. Er kümmert sich persönlich um jeden Austauschstudenten und scheint nie zu schlafen. Am Mittwoch war er bereits um 5Uhr morgens am College und ist dann noch Abends mit uns in den Pub gegangen. Donnerstag und Freitag war er auch mit der von der Partie – das ist Einsatz! w1_dscn0330

Guinness war mir zu Beginn noch etwas zu schaumig, weshalb ich mich erstmal Bulmer’s (Cider) zugewendet habe. Am Mittwoch habe ich mich mit einem irischen Pärchen unterhalten, als dann der Kerl auf einmal mit Getränken für uns kam. Daraufhin „musste“ ich dann natürlich nächste Runde holen. Eigentlich hatte ich davor schon genug.. aber ich wollte nicht unhöflich sein. Nun, irgendwie habe ich dann doch noch den Weg nach Hause gefunden.

Nach den vielen Partys habe ich mich dann doch auf die Vorlesungen gefreut. Wie es mir da ergeht, erfahrt ihr natürlich auch hier!

Bild 3: im Stadtteil „Temple Bar“
Bild 4: Bank Of Ireland

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